Wernigerode/Leipzig (dpa) l Stürmisches Winterwetter hat dem Brocken am Wochenende ungemütliche Orkanböen beschert. Auf dem höchsten Gipfel des Harzes wehte der Wind am Samstag mit bis zu 125 Kilometern pro Stunde, wie Meteorologe Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig sagte. Zudem wuchs die Schneedecke um drei Zentimeter auf 1,70 Meter an. Wegen der widrigen Bedingungen stellten die Harzer Schmalspurbahnen ihre Fahrten zwischen Schierke und dem Brockengipfel am Samstag zum wiederholten Male in dieser Saison ein.

Der 1141 Meter hohe Gipfel ist laut Wetterdienst das letzte frostige Schneerefugium im Harz. Ansonsten sorgten Plusgrade für Tauwetter. In Braunlage im Westharz lagen am Nachmittag zwar noch mehr als 20 Zentimeter Schnee, allerdings mit abnehmender Dicke. Stiege und Harzgerode meldeten Null Zentimeter. Auch fern der Berggipfel wehte der Wind am Samstag kräftig mit stürmischen Böen bis zu 85 Kilometern pro Stunde.

In den kommenden Tagen müssen sich die Sachsen-Anhalter auf wechselhaftes Wetter einstellen. Für Sonntag sagte der DWD verbreitet bedeckten Himmel und Regen voraus. Zum Wochenstart sinkt der Wert auf dem Thermometer wieder deutlich, bevor es zur Wochenmitte wieder mild wird. "Dieses Hin- und Hergewackel ist typisches Winterwetter, wie es in unsere Region gehört", sagte Meteorologe Engelmann. Das sei in den vergangenen Jahren nur in Vergessenheit geraten, als regelmäßig zu milde Temperaturen oder stabiler Frost vorgeherrscht hätten.