Berlin (dpa/bb) - 30 Jahre nach dem Mauerfall hat die Gedenkstätte Berliner Mauer 2019 so viele Besucher gezählt wie in keinem Jahr zuvor. Mehr als 1,2 Millionen Menschen kamen im Jubiläumsjahr in die Gedenkstätte an der Bernauer Straße, wie die Stiftung Berliner Mauer am Donnerstag mitteilte. Das waren acht Prozent mehr Besucher als im Jahr zuvor.

Die Bernauer Straße gilt als Symbol der deutschen Teilung. Als die Mauer 1961 errichtet wurde, lag die Häuserfront der Straße im Osten, der Bürgersteig im Westen. Fotos, auf denen Anwohner aus ihren Fenstern springen, zählen zu den eindrücklichsten Bildern der damaligen Zeit. Einige dieser Menschen starben. Auch die bekanntesten Fluchttunnel wurden dort gegraben.

Die unter freiem Himmel eingerichtete Gedenkstätte auf dem früheren Todesstreifen ist seit Ende 2014 der zentrale Ort des Gedenkens an die Mauer-Opfer.

Die Berliner Mauer hatte 28 Jahre lang die Stadt geteilt - bis zum 9. November 1989. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen starben an der etwa 160 Kilometer langen Mauer in der Hauptstadt mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime.

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