Magdeburg (dpa/sa) - Etwa 930 Falschgeldnoten sind im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt sichergestellt worden. Im Jahr zuvor waren es 20 Scheine mehr, wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte. Die Schadenssumme beträgt demnach 2018 - ähnlich wie im Vorjahr - etwa 45 000 Euro.

Dabei ist die Zahl der Fälle deutlich gesunken. 163 Mal wurde im vergangenen Jahr der Versuch registriert, Falschgeld in Umlauf zu bringen. Ein Jahr zuvor waren es noch 284 Fälle. Dass dabei die Zahl der Scheine und die Schadenssumme gleich blieben, ist LKA-Sprecher Andreas von Koß zufolge nicht ungewöhnlich. "Nicht jeder Fall ist nur eine Blüte", sagte von Koß. Bei manchen Fällen können mehrere falsche Scheine oder auch Scheine mit höherem Wert auftreten.

Im Bundestrend sank die Zahl der gefälschten Scheine hingegen deutlich. In Deutschland wurden 2018 insgesamt 58 000 gefälschte Scheine im Umfang von 3,4 Millionen Euro festgestellt. Das sind etwa 20 Prozent weniger Blüten als im Jahr zuvor. Als Grund nannte die Bundesbank die Serie neuer Euro-Banknoten mit verbessertem Fälschungsschutz. Zuletzt wurde vor zwei Jahren der neue 50-Euro-Schein eingeführt. Ende Mai sollen die erneuerten Banknoten im Wert von 100 und 200 Euro folgen.

In Sachsen-Anhalt konnte das LKA 2018 sieben Fälle aufdecken, bei denen Geld gefälscht wurde. Die Mehrheit der Imitationen kommt von Koß zufolge jedoch aus dem Ausland und wird über das Darknet gehandelt. Am häufigsten unter den Blüten ist in Sachsen-Anhalt wie auch bundesweit der 50-Euro-Schein. Mehr als 70 Prozent beträgt sein Anteil an den erfassten Fälschungen. Beim Kleingeld wird die 2-Euro-Münze mit 84 Prozent am häufigsten nachgeahmt. Insgesamt wurden in Sachsen-Anhalt 700 falsche Geldstücke im Umfang von 1200 Euro sichergestellt.

Etwa vier gefälschte Scheine kommen in Sachsen-Anhalt auf 10 000 Einwohner, wie von Koß weiter erklärte. Im Bundesdurchschnitt sind es sieben Blüten. Auch wenn Falschgeld eher selten auftritt: Wer es in Umlauf bringt, macht sich strafbar. Wird eine gefälschte Banknote entdeckt, sollte sie daher umgehend bei der Polizei abgegeben werden. Ersetzt wird der Wert dann allerdings nicht.

Pressemitteilung Bundesbank