Halle (dpa/sa) - Im Prozess gegen eine Familie aus Naumburg wegen mutmaßlicher Angriffe auf die Polizei wird wohl erst Ende März ein Urteil gefällt. Kurz vor Ende der Beweisaufnahme beantragte die Verteidigung am Freitag die Ladung eines weiteren Zeugen. Das Gericht vertagte den Prozess daraufhin und legte mehrere Anschlusstermine fest. Ursprünglich waren für den Verhandlungstermin am Freitag schon die ersten Plädoyers erwartet worden.

Angeklagt sind ein Vater und seine beiden erwachsenen Söhne. Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Männern Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und weitere Straftaten vor. Sie sollen Polizisten bei einem Einsatz 2016 in einer Shisha-Bar und 2017 nachts auf dem Revier attackiert haben. Anlass soll ein Streit um eine Fahrerlaubnis gewesen sein. Die Verteidigung bestreitet die Darstellung der Staatsanwaltschaft.

Die Verhandlung soll nun am 3. Februar (9.00 Uhr) fortgesetzt werden. Da neben der Staatsanwaltschaft alle drei Verteidiger der Angeklagten ihre Plädoyers noch halten mussten, wurde mit einem Urteil erst am bislang letzten angesetzten Verhandlungstermin am 30. März gerechnet.

Statement von Innenminister Holger Stahlknecht zu dem Fall von 2017