Magdeburg (dpa/sa) - Die Krankenkasse Barmer verzeichnet bei ihren Versicherten einen deutlichen Rückgang von Atemwegserkrankungen und führt das auch auf die Corona-Hygieneregeln zurück. So waren beispielsweise Anfang Oktober gut 1300 Versicherte mit dieser Diagnose krankgeschrieben, wie die Barmer am Dienstag mitteilte. Das waren etwa 300 beziehungsweise 19 Prozent weniger als in der Vorjahreswoche. Seit Anfang August sei die Zahl der Krankmeldungen wegen Atemwegserkrankungen im Land um 127 Prozent gestiegen. Die Barmer versichert nach eigenen Angaben rund 275 000 Sachsen-Anhalter.

Auch bundesweit waren laut Mitteilung deutlich weniger Menschen wegen Atemwegserkrankungen arbeitsunfähig gemeldet als im Vorjahreszeitraum, teilte die Kasse weiter mit. Anfang Oktober waren es rund 37 800 Versicherte, ein Jahr zuvor waren es 20 000 mehr.

Diese Abweichungen ließen sich nicht allein durch unterschiedliche Witterungsbedingungen erklären, hieß es. Die Abstands- und Hygieneregeln wirkten nachweislich, sagte Barmer-Landeschef Axel Wiedemann laut Mitteilung. Das sei gerade mit Blick auf die neuen Verschärfungen zur Eindämmung der Pandemie eine wichtige Botschaft. "Jeder Einzelne kann und muss etwas tun, um die sich zuspitzende Pandemie in den Griff zu bekommen."