Schkeuditz (dpa) - Die Bergung von Weltkriegsmunition aus der Wilden Luppe nahe der Autobahn 9 an der Landesgrenze von Sachsen und Sachsen-Anhalt bei Leipzig hat am Montag begonnen. "Es wird einen fließenden Übergang geben von den Probeschürfungen zur eigentlichen Bergung", sagte Andreas Weiner vom Polizeiverwaltungsamt am Montag auf Anfrage. Wie viele Tage die Aktion dauern werde, sei noch unklar. "Noch wissen wir nichts über die Munitionsmengen."

Eine Sperrung der Autobahn 9 ist nach derzeitigem Stand nicht notwendig. "Wir gehen von Munition für Handwaffen und kleineren Granaten aus, deren Sprengkraft nicht so groß ist. Es wurde aber eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A9 in diesem Bereich eingerichtet", erläuterte Weiner.

Ursprünglich war die Räumung des Flussbettes an der viel befahrenen Autobahn auf mehr als 100 Metern für Mai vorgesehen gewesen. Zunächst hatte die Corona-Pandemie die Zeitpläne durcheinander gebracht. Zudem bedurften die Örtlichkeit sowie die besondere Charakteristik der Räumstelle einer gründlichen Vorbereitung.

Der jetzige Plan sieht vor, dass Spezialisten die Munition aus dem Flussbett bergen und für den Transport vorbereiten. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Sachsen übernimmt dann den Abtransport. In der Kampfmittelzerlegeeinrichtung in Zeithain soll die Munition schließlich fach- und umweltgerecht vernichtet werden.