Blankenburg (dpa) - Nach der tödlichen Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Blankenburg im Harz warten die Anwohner auf Lösungen. Die Wohnungen von drei Hauseingängen sind voraussichtlich wochenlang nicht bewohnbar. Am Sonntag seien durch das Technische Hilfswerk (THW) weitere Arbeiten durchgeführt worden, um das Gebäude abzusichern, teilte Bürgermeister Heiko Breithaupt (CDU) der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Wohnungen hätten zumindest kurzfristig in Begleitung von Einsatzkräften betreten werden können.

Bei der Explosion in dem Wohnblock am Freitag wurden ein Mensch getötet und 15 verletzt. Die Leiche war am Wochenende nach Polizeiangaben noch nicht identifiziert. Es könnte sich nach früheren Ermittlerangaben um den 78 Jahre alten Mieter handeln. Die Ursache für das Unglück werde weiterhin untersucht, teilte die Polizei mit. Derzeit gehe man weiter davon aus, dass Gasflaschen zur Explosion führten. Am Montag solle entschieden werden, ob die Leiche obduziert werde.

Breithaupt sprach am Freitag von einem "Bild der Verwüstung". Am Sonntag sagte er der dpa, dass drei Ersthelfer in das brennende Gebäude gerannt seien. Er habe ihnen Unterstützung angeboten und für ihren Einsatz gedankt. Die Straße am Unglücksort war übersäht mit Glassplittern, dort geparkte Autos waren stark beschädigt worden. Auch auf der Rückseite des Hauses waren die Spuren der Explosion zu sehen. Auf einer angrenzenden Wiese waren noch in rund 70 Meter Entfernung Splitter zu finden. Nach Informationen der Stadt waren am Freitag mehr als 200 Einsatzkräfte beteiligt.

Bürgermeister Breithaupt sagte Sonntagnachmittag, dass mittlerweile 31 Familien persönliche Gegenstände aus ihren Wohnungen geholt hätten. Am Wochenende waren zudem Feuerwehr und Wohnungsunternehmen als Ansprechpartner für die Betroffenen vor Ort. "Derzeit sind zwei Mietparteien in möblierten Notwohnungen und zwei Mietparteien in Hotelzimmern untergebracht", sagte Breithaupt am Samstag.

Mittlerweile sei das Gebäude auch statisch komplett abgesichert worden. Es werde gemeinsam mit der Blankenburger Wohnungsgesellschaft nach Lösungen für die Bewohner gesucht.

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