Dresden (dpa) - Bei den Corona-Hilfen für die deutschen Flughäfen will sich der Bund auf die 15 größeren Airports konzentrieren. Darunter sind auch die Standorte Leipzig/Halle und Dresden. Das geht aus einem Kompromisspapier hervor, auf das sich Fachministerien und Regierungsfraktionen nach dpa-Informationen am Donnerstag in Berlin geeinigt haben. Demnach will der Bund mit 200 Millionen Euro nicht rückzahlbaren Zuschüssen zwölf größeren Flughäfen von verkehrspolitisch hoher Bedeutung helfen, bei denen er nicht Eigentümer ist. Konkret geht es um die Erstattung von Kosten für das Offenhalten von Flughäfen zu Beginn der Corona-Pandemie.

Voraussetzungen für die Unterstützung des Bundes ist, dass die jeweilige Länder einen Zuschuss in gleicher Höhe leisten, für das Jahr 2020 keine Dividenden ausgeschüttet und an Geschäftsführer und Vorstände der Betreibergesellschaften keine Boni gezahlt werden. Die Länder hatten zuvor ihre generelle Bereitschaft für ein 50-50-Modell erklärt, das Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) vorgeschlagen hatte.

Grundsätzlich sei die Unterstützung des Bundes, für die sich auch die Finanzministerkonferenz eingesetzt hatte, zu begrüßen, teilte das sächsische Finanzministerium am Freitag auf Anfrage mit. Konkrete Summen nannte eine Ministeriumssprecherin nicht. Die weiteren Details seien nun zu klären. Der Freistaat ist mit mehr als 77 Prozent an den beiden Flughäfen beteiligt.

Der Freistaat Sachsen hatte die Mitteldeutsche Flughafen AG bereits im Dezember mit knapp 15 Millionen Euro unterstützt. Auf deren Airports in Dresden und Leipzig/Halle waren die Passagierzahlen dramatisch eingebrochen.

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