Magdeburg (dpa/sa) - Angeordnete von CDU und SPD im Landtag von Sachsen-Anhalt haben sich für das Begleitete Fahren mit 16 Jahren ausgesprochen. Die Landesregierung solle sich dafür einsetzen, dieses Modell auf Bundesebene und in Europa umzusetzen, forderte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Frank Scheurell, am Donnerstag in Magdeburg. Auch die SPD sprach sich für eine Senkung des derzeitigen Mindestalters von 17 auf 16 Jahre aus. "Das ist absolut sinnvoll", sagte Falko Grube, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Beim Begleiteten Fahren dürfen sich Jugendliche, die vor ihrem 18. Geburtstag die Führerscheinprüfung bestanden haben, ans Steuer setzen, wenn ein Erwachsener dabei ist. Die Begleitung muss mindestens 30 Jahre alt sein, seit mindestens fünf Jahren ohne Unterbrechung einen Führerschein besitzen und darf maximal einen Punkt im Verkehrszentralregister haben. Das Mindestalter für den Führerscheinneuling ist in Europa auf 17 Jahre festgelegt.

"Mit einem entsprechenden Modellversuch wollen wir mehr Verkehrssicherheit, weniger Unfälle und weniger Verletzte und Tote im Straßenverkehr erreichen sowie die Kompetenzen beim Autofahren von Fahranfängern erhöhen", fügte Scheurell hinzu. Sein Fraktionskollege Hardy Peter Güssau meinte, das Begleitete Fahren mit 16 würde, neben dem Erfolgsprojekt des Mopedführerscheins mit 15, eine weitere Stärkung der Mobilität im ländlichen Raum bedeuten.