Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff diskutiert in verschiedenen Runden den weiteren Kurs in der Corona-Pandemie. Heute Vormittag tagt zunächst die schwarz-rot-grüne Landesregierung. Am Nachmittag berät Haseloff dann mit seinen Amtskollegen von Bund und Ländern darüber, mit welchen Maßnahmen das Infektionsgeschehen eingedämmt werden kann. Im Anschluss will der CDU-Politiker über die Ergebnisse informieren.

Seit November gelten in Sachsen-Anhalt wie bundesweit deutliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die seither mehrfach verschärft wurden. Viele Bereiche des öffentlichen Lebens sind geschlossen, Schulen und Kitas im Notbetrieb und die Kontaktregeln für private Treffen sehr streng. Die Maßnahmen sind bisher bis 31. Januar befristet. Haseloff hatte aber bereits angekündigt, dass in der weiterhin angespannten Lage keine Zeit für Lockerungen sei.

In beiden Runden dürfte es um das weitere Impfgeschehen gehen. Bei der Sitzung des Landeskabinetts wolle Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) unter anderem über den aktuellen Stand zu den Impfstofflieferungen informieren, wie eine Ministeriumssprecherin sagte. Ende voriger Woche war bekannt geworden, dass der US-Pharmariese Pfizer ein Werk umbaut und deshalb in den kommenden Wochen weniger Nachschub des von Biontech entwickelten Impfstoffs geliefert wird.

Die letzte reguläre Charge von rund 20 000 weiteren Dosen soll am Dienstagvormittag im zentralen Lager bei Magdeburg erwartet. In welchem Umfang es danach weitergeht, war am Montag weiterhin unklar. Derzeit sind in der Europäischen Union nur zwei Impfstoffe zugelassen. Neben Biontech und Pfizer hat auch Moderna mit der Auslieferung begonnen, allerdings in sehr kleinem Umfang. Nachschub wird laut Ministerium erst in der nächsten Woche erwartet.