Halle (dpa/sa) - Das erste coronabedingt digitale Semester an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) hat laut einer Umfrage für Studierende und Mitarbeiter eine enorme Mehrbelastung bedeutet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung zum vergangenen Sommersemester, wie die Hochschule am Dienstag mitteilte. Dennoch habe gut die Hälfte der Studierenden die Zeit gut oder sehr gut bewältigt. Größter Nachteil war den Angaben nach die fehlende persönliche Interaktion. 35 Prozent der teilnehmenden Studierenden sehen zudem das ausschließliche Studium von zu Hause aus kritisch.

Gut ein Drittel der Lehrenden gab laut MLU an, neue Kenntnisse im digitalen Lehren und Lernen erworben zu haben. Technische Schwierigkeiten wie fehlende Software oder eine schlechte Internetanbindung waren problematisch.

"Die Daten des Unibarometers geben uns die nötige Basis, um Entscheidungen im Sinne der Mitglieder der MLU zu treffen", sagte Rektor Christian Tietje laut Mitteilung zu den Ergebnissen. Sie würden die Entscheidung bestärken, das Wintersemester möglichst als Hybridsemester durchzuführen und auch begrenzte Präsenzlehre zu ermöglichen.

Das Universitätsbarometer wurde erstmals erhoben und sollte die Stimmung nach dem digitalen Sommersemester erfassen. Den Angaben nach beteiligten sich rund 3200 Studierende, 700 Lehrende und 440 weitere Mitarbeiter.

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