Magdeburg/Halle (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Energieministerin Claudia Dalbert (Grüne) hat die Millioneninvestition des Bundes in ein Wärme-Kompetenzzentrum in Halle als großen Erfolg für das Bundesland gewertet. "Wir erwarten hochwertige Arbeitsplätze", sagte die Ministerin am Freitag. "Für die Region ist das ein entscheidender Entwicklungsimpuls."

Das sogenannte Kompetenzzentrum Wärmewende soll in Halle eine zentrale Anlaufstelle für Kommunen und Unternehmen aus ganz Deutschland für nachhaltige Wärme werden. Halle sei als Universitätsstandort mit einem der größten Wärmespeicher Deutschlands sehr gut dafür geeignet, betonte Dalbert. In Fernwärme, auf der der Fokus des Zentrums liegen soll, würden sich alle Städte Sachsen-Anhalts gut auskennen.

Am Donnerstag hatten die Kohleländer und der Bund sich auf erste Projekte geeinigt, die im Rahmen des Kohleausstiegs gefördert werden sollen. In der Liste mit zunächst neun geförderten Projekten sind für das Zentrum im Halle 1,7 Millionen Euro vorgesehen. Insgesamt stehen für die Projekte 221 Millionen Euro für dieses und kommendes Jahr bereit.

Das Mitteldeutsche Revier erhält so laut Dalbert Schritt für Schritt eine Vorbildfunktion für regenerative Energien. "Zur Energiewende hin zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien gehört auch die Nutzung erneuerbare Wärme zum Heizen." Hier könne noch viel CO2 eingespart werden. "Das Kompetenzzentrum wird helfen, dieses Potenzial zu nutzen", sagte die Grünen-Politikerin. "Mit dem Ausbau von Fern- und Nahwärmenetzen mit der Integration Erneuerbarer Energien beschleunigen wir den Klimaschutz auf nationaler Ebene."

Bundeswirtschaftsministerium zu Kohleausstieg und Strukturwandel