Magdeburg/Wiesbaden (dpa/sa)- Das durch die Corona-Pandemie bedingte geringe Verkehrsaufkommen hat sich im 1. Halbjahr 2020 deutlich auf die Zahl der Unfälle auf Sachsen-Anhalts Straßen ausgewirkt: Von Januar bis Juni verunglückten zwischen Arendsee und Zeitz 3943 Menschen bei Verkehrsunfällen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Das sei ein Rückgang um 17,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gewesen.

Auch die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Verkehrsteilnehmer ging zurück. Zwischen Januar und Juni starben bei Verkehrsunfällen 52 Menschen. In den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres waren es den Angaben zufolge noch 13 mehr gewesen. Das Risiko, bei einem Verkehrsunfall getötet zu werden, war diesen Angaben nach in Sachsen-Anhalt allerdings besonders hoch: Auf eine Million Einwohner kamen hierzulande 24 Verkehrstote. Nur in Brandenburg war diese Zahl mit 27 Verkehrstoten je eine Million Einwohner höher. Nach Sachsen-Anhalt waren Verkehrsteilnehmer in Niedersachsen und Schleswig-Holstein (jeweils 22 Verkehrstote) am höchsten gefährdet.

Bundesweit kamen 1281 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben. Nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes waren das 195 Personen oder 13,2 Prozent weniger als im 1. Halbjahr 2019. Die Zahl der Verletzten bundesweit ging um 18,7 Prozent auf knapp 148 100 zurück. "Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 wurden von Januar bis Juni weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet oder verletzt", stellten die Statistiker fest.

Mitteilung des Statistischen Bundesamtes