Naumburg/Paris (dpa/sa) - Die Vereinigten Domstifter in Naumburg wollen sich weiterhin für den Wiederaufbau von Notre Dame einsetzen. "Wir halten an unserem Angebot fest", sagte Stiftsdirektor Holger Kunde. Dies gelte insbesondere für glaskonservatorische Arbeiten. Dafür gebe es in Naumburg Spezialisten. Kunde zufolge sei es wegen der Coronavirus-Pandemie momentan zwar vor Ort nicht möglich, aber es gebe auch eine Zeit danach.

Frankreich gehört zu den Ländern, die von der Pandemie besonders betroffen sind. Die Pariser Kirche Notre-Dame war vor einem Jahr bei einem verheerenden Brand schwer beschädigt worden. Sie gehört wie auch der Naumburger Dom zum Unesco-Welterbe.

Nach Angaben des Stiftsdirektors haben die Vereinigten Domstifter bisher rund 35 000 Euro an Spenden für den Wiederaufbau von Notre-Dame gesammelt. Menschen aus ganz Deutschland hätten sich daran beteiligt, auch viele Kirchengemeinden ihre Solidarität gezeigt. Die Spendenaktion war in Naumburg (Burgenlandkreis) einen Tag nach dem Feuer in Paris im April 2019 ins Leben gerufen worden.

Der Brand in der weltberühmten Kathedrale im Herzen der französischen Hauptstadt hatte weltweite Bestürzung ausgelöst. Die Flammen hatten den Sakralbau verwüstet. Am Naumburger Dom St. Peter und Paul, der im 13. Jahrhundert erbaut wurde, gibt es laut Kunde Experten, die auf die Restaurierung historischer Kirchenfenster spezialisiert sind. Die Kathedrale in der Kleinstadt besuchen im Jahr etwa 150 000 Menschen.

Glasrestaurierungen am Naumburger Dom

Der Naumburger Dom und die Stifterfiguren