Stendal (dpa/sa) - Mit einer großen Durchsuchungsaktion sind Polizei und Staatsanwaltschaft im Landkreis Stendal am Donnerstag gegen eine mutmaßliche Diebesbande vorgegangen. Elf Beschuldigten wird vorgeworfen, seit September 2017 in größere Betriebe in der Region eingebrochen und in großem Stil Diesel aus Baufahrzeuge gestohlen zu haben, wie die Polizei in Stendal mitteilte. Sie sollen auch in mehreren Fällen Fahrzeuge und Gebäude in Brand gesetzt haben. Zudem wird wegen einer Sprengstoffexplosion ermittelt. Die Ermittler gehen derzeit von einem Gesamtschaden von knapp zwei Millionen Euro aus.

An den Durchsuchungen waren den Angaben zufolge mehr als 100 Beamte beteiligt. Ziel war, Diebesgut wie Rasentraktoren, Motorkettensägen, hochwertiges Werkzeug und eine von den Beschuldigten betriebene Verteilstelle für den Diesel zu finden. Details zu den Ergebnissen der Durchsuchungen, Einzelheiten zu den Tatumständen und zu den Beschuldigten nannten die Ermittler am Donnerstag nicht.

Neben den elf Beschuldigten gibt es den Angaben zufolge zwei weitere, denen Begünstigung und Hehlerei vorgeworfen werden.

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