Hohenfelden (dpa/th) - Geschmückte Osterbrunnen und lodernde Osterfeuer halten sich als Bräuche In Thüringen. Andere seien dagegen nur noch Erinnerungen, sagt die Leiterin des Freilichtsmuseums Hohenfelden, Franziska Zschäck. "Das Eiertrudeln war beispielsweise in Ostthüringen verbreitet." Dabei ließen Kinder die gekochten Eier aus ihren Osternestern einen Hügel hinabkullern. "Derjenige, dessen Ei noch am meisten intakt war, bekam dann die zerbrochenen Eier der anderen Kindern", sagt Zschäck.

In Ostthüringen habe es einen weiteren ähnlichen Brauch gegeben. Dabei wurden die Ostereier in Netze gepackt und auf einer Wiese in die Luft geworfen. Auch hierbei war der Gewinner, dessen Eierschalen nach dem Aufprall auf dem Wiesenboden am wenigsten in Mitleidenschaft gezogen waren.

Andernorts werden dem Eiertrudeln ähnliche Traditionen noch immer gepflegt, etwa beim Bautzener Eierschieben in Sachsen. Auch auf dem Rasen vor dem Weißen Haus in Washington kommen jährlich Tausende Kinder am Ostermontag zum "Easter Egg Roll" vor der Residenz des US-Präsidenten zusammen.

Freilichtmuseum Hohenfelden