Magdeburg (dpa/sa) - Eltern haben mehr als 5000 Unterschriften für mehr Qualität in der Kita-Betreuung gesammelt. Ihre Forderungen für die Überarbeitung des Kita-Gesetzes übergaben sie am Freitag vor dem Landtag an Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Die Eltern wünschten sich mehr Personal in den Kitas und eine Begrenzung der Kosten für die Familien, sagte Steffi Schünemann vom Sozialverband Awo. Zudem seien einheitliche Rahmenbedingungen in allen Kreisen und Städten nötig. Die Awo hatte die Aktion organisiert.

Die Landesregierung will noch in diesem Jahr das sogenannte Kinderförderungsgesetz (Kifög) überarbeiten. Nach langer Debatte hatte sich die Koalition aus CDU, SPD und Grünen im Mai auf die Eckpunkte der Neuregelung verständigt. Geplant ist, dass Eltern mehrer Kinder künftig nur noch für eines von ihnen Beiträge zahlen. Zur Einigung gehört auch, dass allen Kindern künftig täglich acht statt bislang bis zu zehn Stunden Betreuung außerhalb des Elternhauses zustehen.

Schünemann bezeichnete die Pläne als wichtige Schritte, denen aber weitere folgen müssten. Eine Abkehr vom Ganztagsanspruch dürfe es nicht geben.