Magdeburg (dpa/sa) - Nach dem ersten Präsenztag an den Schulen seit fast sechs Wochen hat Sachsen-Anhalts Bildungsgewerkschaft GEW von den Lehrerinnen und Lehrern gemischte Reaktionen erhalten. Die meisten Kolleginnen und Kollegen berichteten, dass der Unterricht unter Corona-Regeln gut funktioniert habe, sagte GEW-Landeschefin Eva Gerth am Donnerstag. Das liege auch daran, dass die Jugendlichen sich wegen ihres Alters gut auf die Regeln eingestellt hätten. Aus mehreren Schulen sei jedoch gemeldet worden, dass die Hygienemaßnahmen noch verbessert werden müssten, sagte Gerth.

Das Bildungsministerium verschafft sich derzeit noch einen Überblick und sammelt Rückmeldungen aus den Schulen, wie ein Ministeriumssprecher sagte. Konkrete Einschätzungen seien daher erst in einigen Tagen möglich.

In Sachsen-Anhalt sind Schulen und Kitas seit dem 16. März geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Seit Donnerstag können mehr als 10 000 Jugendlichen der Abschlussjahrgänge zum Unterricht, um sich im direkten Austausch mit ihren Lehrerinnen und Lehrern auf die Prüfungen zum Abitur, zum Realschulabschluss oder an der Berufsschule vorbereiten zu können.