Magdeburg (dpa/sa) - Seit Ausbruch der Pandemie sind in Sachsen-Anhalt 708 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Das waren fast 200 Todesfälle mehr als noch vor einer Woche, wie aus der Statistik des Sozialministeriums in Magdeburg am Sonntag hervorgeht. Am 27. Dezember 2020 gab es demnach landesweit 523 Corona-Tote. Insgesamt infizierten sich seit März 32 438 Menschen mit dem Virus. Vor einer Woche meldete das Ministerium 27 725 Corona-Fälle.

Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, die Inzidenz, sank hingegen leicht. Am Sonntag betrug der Wert 193,14, während er vor einer Woche noch mit 206,85 angegeben wurde. Die Lage in den Krankenhäusern bleibt derweil angespannt: Gegenwärtig müssen mehr als 100 Corona-Patienten beamtet werden.

Seit dem Start der Impfkampagne vor rund einer Woche sind in Sachsen-Anhalt 12 822 Menschen geimpft worden. Am ersten Weihnachtsfeiertag bekam eine 101-Jährige in einem Seniorenzentrum in Halberstadt als eine der Ersten im Land - und auch in Deutschland - den schützenden Piks.

In Halle wurden seit dem Eintreffen der Impfdosen vor einer Woche bislang 1950 Menschen geimpft. Das sei "alles, was möglich ist", betonte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Sonntag. Weitere Impfungen seien aber bereits geplant.

Am Sonntag konnten sich in Wernigerode (Landkreis Harz) pädagogische Fachkräfte vor dem Start des eingeschränkten Betriebs an Kitas am Montag kostenlos auf das Virus testen lassen. Rund 100 Männer und Frauen nahmen das freiwillige Angebot an, wie die Stadt mitteilte. Den Angaben zufolge öffnen am Montag 16 Kindertagesstätten in der Stadt wieder eingeschränkt. Auch am 7. und 8. Januar könnten sich Erzieher und Erzieherinnen kostenlos mit einem Schnelltest absichern, hieß es.