Novo Sancti Petri (dpa) - Claus-Dieter Wollitz wehrt sich gegen Kritik von Fans an seiner Verpflichtung als neuer Trainer von Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg. "Es ist eine oberflächliche Betrachtung, die Leute kennen mich doch gar nicht. Ich glaube auch, dass ich als Trainer weitaus mehr Qualitäten habe als viele denken", sagte der 54-Jährige im Interview der "Magdeburger Volksstimme" (Samstag). "In Osnabrück und Cottbus war ich zweimal. Es gibt ja Gründe, warum die Verantwortlichen mich zurückgeholt haben." Er könne einer Mannschaft "ein Gesicht" und "eine Philosophie" geben.

Wollitz hatte vor Weihnachten seinen Vertrag beim Regionalligisten FC Energie Cottbus aufgelöst und wenig später als Nachfolger von Stefan Krämer beim Zweitliga-Absteiger Magdeburg übernommen. Die Personalie wurde von Teilen der Anhänger kritisch gesehen, auch weil es bereits der dritte Trainerwechsel beim FCM innerhalb von 14 Monaten war. Er habe den Verantwortlichen gesagt, "dass ich mich freue, dass sie sich tiefer mit mir als Person auseinander gesetzt haben - und nicht nur mit dem Bild, das in der Öffentlichkeit oberflächlich von mir gezeichnet wird", sagte der als impulsiv geltende Wollitz.

Nach 20 Spieltagen liegt Magdeburg nur auf dem zwölften Tabellenplatz der 3. Liga. "Wir haben ein klares gemeinsames Ziel, die schnellstmögliche Rückkehr in die 2. Bundesliga", sagte Wollitz, der sich mit seinem Team derzeit im Trainingslager in Spanien vorbereitet.

Interview Volksstimme