Magdeburg (dpa/sa) - Die Firmen in Sachsen-Anhalts Norden blicken wegen der Corona-Krise skeptisch in die Zukunft. Wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Magdeburg am Donnerstag mitteilte, rechnet knapp die Hälfte der Unternehmen damit, dass sich die Geschäfte in den kommenden Monaten ungünstig entwickeln werden.

Ursache dafür seien fehlende Aufträge aus dem In- und Ausland, selbst im bislang florierenden Baugewerbe, hieß es im Konjunkturbericht für das zweite Quartal. Im Gastgewerbe sei die Geschäftslage so schlecht wie seit 20 Jahren nicht mehr. Bei 95 Prozent der Unternehmen dieser Branche gingen die Umsätze zurück. In den Industrie meldete jede zweite Firma Auftragsrückgänge. Gut ein Drittel der Unternehmen im Landesnorden rechnet damit, dass sich das Exportgeschäft verschlechtern wird. "Wir fahren nur auf Sicht", erklärte ein IHK-Sprecher.

Um in Krisenzeiten besser auf Einschnitte vorbereitet zu sein, ist es aus Sicht der IHK wichtig, die Digitalisierung schneller voranzubringen. Dies ist eine Schlüsselkompetenz, auch für öffentliche Verwaltungen, wie der Sprecher sagte. So sei es für Unternehmen wichtig, dass etwa die Beteiligung an Ausschreibungen oder Baugenehmigungen jederzeit digital eingereicht und bearbeitet werden können. Dies spare Zeit und Bürokratie. Die IHK vertritt nach eigenen Angaben rund 51 000 Firmen.

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