Magdeburg (dpa/sa) - Im Steinbruch Mammendorf bei Magdeburg haben Forscher rund 260 Millionen Jahre alte Saurierspuren gefunden - und erhoffen sich weitere Funde. "Wir werden noch ungefähr vier Jahre weiter suchen", sagte Geologe und Paläontologe Michael Buchwitz vom Naturkundemuseum Magdeburg am Mittwoch. Am Tag zuvor hatte das Museum ausgewählte Saurierspuren präsentiert. Seit 2016 haben die Forscher den Angaben zufolge zahlreiche Trittsiegel, Fährten und Scharrspuren von Sauriern entdeckt, die vermutlich zu unterschiedlichen Arten gehören.

Die meisten Spuren - so vermuten die Wissenschaftler - gehören zu sogenannten Hundszahnsauriern, die zwischen 40 und 100 Zentimeter lang gewesen sein sollen. Diese Gruppe der säugetierähnlichen Reptilien haben laut Buchwitz Scharrspuren hinterlassen. Knochen von Hundszahnsaurieren seien etwa im hessischen Korbach gefunden worden. Es seien im Mammendorfer Steinbruch aber auch 14 Zentimeter lange Fußspuren von größeren Individuen entdeckt worden.

Das Naturkundemuseum habe schon 40 bis 50 Steinplatten mit Saurierspuren und möglichen Spuren von Beutetieren im Depot. Die Idee der weiteren Suche sei, möglichst schöne, deutliche Fußspuren zu finden. Für 2020 plane das Naturkundemuseum eine Ausstellung zum Thema Spuren mit Funden aus ganz Mitteldeutschland und aus verschiedenen Zeiten, sagte Buchwitz.