Magdeburg (dpa/sa) - Trotz der angekündigten Schulschließungen in Sachsen-Anhalt können sich Lehrkräfte und weiteres Personal ab Donnerstag freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. An dem schon vor Wochen gefassten Plan werde festgehalten, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums am Mittwoch auf Anfrage. Ein Grund dafür sei, dass bis zum Wochenende in vielen Schulen viel Personal zusammenkomme, um den Unterricht nach den Ferien zu organisieren.

Schon vor Weihnachten hatte das Land mehr als 40 000 Schnelltests verteilen lassen. In den 941 staatlichen und privaten Schulen sowie Berufsschulen sollen sich nicht nur Lehrerinnen und Lehrer auf den Erreger Sars-CoV-2 testen, sondern auch pädagogische Mitarbeiter, Schulsozialarbeiter, Hausmeister oder Sekretärinnen. Das Land versendete Anleitungen, damit das Personal die Tests selbst machen kann. Ziel ist es, mögliche unerkannte Ansteckungen nach den Feiertagen frühzeitig zu entdecken.

Am Donnerstag und Freitag ist nur das Personal in den Schulen. Für die Kinder und Jugendlichen wurden die Weihnachtsferien um zwei Tage bis zum Wochenende verlängert. Ab Montag werden die wenigsten von ihnen in die Schulen zurückkehren. Das schwarz-rot-grüne Kabinett entschied am Dienstagabend, dass die Schulen wegen der weiterhin angespannten Infektionslage geschlossen werden. Nur die Abschlussklassen sollen möglichst täglich in Präsenz unterrichtet werden. Für alle anderen soll Fernunterricht mit Aufgaben für zuhause angeboten werden. Eltern mit systemrelevanten Berufen können Kinder der ersten bis sechsten Klasse in den Schulen notbetreuen lassen.

Informationen des Bildungsministeriums zu Einschränkungen und Organisation des Schulbetriebs ab 11. Januar