Bülstringen (dpa/sa) - Nachdem einem Fall von Geflügelpest im Landkreis Börde, gibt es nach Behördenangaben keine Anzeichen für eine weitere Ausbreitung der Krankheit. Bei umliegenden drei Geflügelgroßbeständen seien Proben genommen worden, die alle negativ gewesen seien, teilte der Leiter des Amtes für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung, Hans-Joachim Krohm, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Bisher liegen keine weiteren Anhaltspunkte vor, die weitere Verdachtsfälle begründen", hieß es.

Dennoch werden den Angaben zufolge weiterhin Kontrollen in Geflügelbeständen fortgesetzt. Sollte sich die Situation weiterhin gut entwickeln, könnten Sperr- und Schutzmaßnahmen voraussichtlich Ende Mai aufgehoben werden.

Um den betroffenen Betrieb im Ortsteil Wieglitz (Gemeinde Bülstringen) entstand nach Angaben des Landkreises ein Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von zehn Kilometern. Geflügelhalter im Umkreis müssen jeden Verdacht auf eine Erkrankung sofort dem Veterinäramt melden.

Auch Teile des benachbarten Altmarkkreises Salzwedel waren zum Beobachtungsgebiet erklärt worden. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt habe insgesamt 144 amtliche Tupferproben vom Lebendgeflügel im Beobachtungsgebiet entnommen, teilte der Altmarkkreis Salzwedel mit. Alle seien negativ gewesen. Es werden jedoch noch Betriebe überprüft, die Kontakt zum Ausbruchsbetrieb im Landkreis Börde hatten.

Nach Angaben des Landesamtes für Verbraucherschutz handelte es sich bei dem Erreger um das Virus HPAIV H5N8, ein "hochpathogenes Influenzavirus vom Subtyp H5N8".