Erfurt (dpa/th) - Mehr als 400 Post-Beschäftigte in Thüringen sind am Freitag nach Gewerkschaftsangaben in den Warnstreik getreten. Betroffen seien vorrangig kleinere Zustellstützpunkte im ganzen Freistaat, wie Verdi-Gewerkschaftssekretär Normen Schulze sagte. Da der Warnstreik auch am Samstag fortgesetzt werden solle, würden viele Briefe und Pakete bis zum Beginn der neuen Woche liegenbleiben. Am Wochenanfang soll es eine neue Verhandlungsrunde in der Tarifauseinandersetzung geben.

"Den Lobesliedern und Beifallsbekundungen für die Leistungs- und Einsatzbereitschaft der Postlerinnen und Postler in der Corona-Krise müssen nun ordentliche Lohnprozente folgen", forderte Schulze. Verdi verlangt 5,5 Prozent mehr Geld für 140 000 Beschäftigte bundesweit, die Post hat bisher noch kein Angebot vorgelegt. Verdi hatte bei den bisherigen Verhandlungen den Eindruck gewonnen, dass die Post nur Einkommensverbesserungen von 1,5 Prozent anbieten wolle.