Magdeburg (dpa/sa) - Die Schulen in Sachsen-Anhalt sind nach Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) noch weit von einem regulären Betrieb entfernt. Diesen gebe es nur auf dem Papier, erklärte die GEW-Landesvorsitzende Eva Gerth am Dienstag in Magdeburg. Es gebe zahlreiche personelle, konzeptionelle und hygienische Probleme an den Schulen. Am Donnerstag beginnt nach den Sommerferien für rund 200 000 Kinder und Jugendliche sowie Zehntausende Pädagogen im Land die Schule.

Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Infektionen im Land sollen nach bisherigen Angaben des Bildungsministeriums alle Klassenstufen wieder jeden Tag in voller Stärke in der Schule sein. Vorgesehen ist am ersten und zweiten Schultag eine Maskenpflicht auf dem Schulgelände. Danach sollen die Schulleitungen entscheiden, ob und wie es weitergehen soll. Die Gewerkschaft kritisiert, dass so die meiste Verantwortung beim Umgang mit der Pandemie vom Land auf die Schulen abgewälzt werde.

GEW Sachsen-Anhalt