Halle (dpa) - Die Suche nach einem neuen Eigentümer für das insolvente Burgenlandklinikum im Süden Sachsen-Anhalts neigt sich dem Ende entgegen. Heute kommen Vertreter der Gläubiger zusammen, um über die vorliegenden Übernahmeangebote zu beraten, wie die Klinik mitteilte. Es gilt als wahrscheinlich, dass eine Entscheidung fällt. Im Rennen sind der frei-gemeinnützige Träger SRH und der private Ameos-Konzern. Wer die besseren Chancen hat, wurde im Vorfeld nicht gesagt. Zum Bieterverfahren wurde Stillschweigen vereinbart.

SRH gehört zu einer gemeinnützigen Stiftung aus Heidelberg und betreibt in der Nähe bereits ein Krankenhaus in Gera sowie eine Reha-Klinik in Magdeburg. Ameos gehört zu den größten Arbeitgebern in Sachsen-Anhalt und betreibt mehrere Kliniken. Der Konzern steht wegen seines Umgangs mit dem Personal schwer in der Kritik. Von Montag an wollen Ärzteschaft und Pflegepersonal an vier Standorten unbefristet streiken, um Tarifverhandlungen durchzusetzen.

Das Burgenlandklinikum hat Krankenhäuser in Naumburg und Zeitz und beschäftigt rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es hatte im September Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Seither wird versucht, den Betrieb zu sanieren. Parallel wird nach einem neuen Eigentümer gesucht. Bisher gehört das Klinikum dem Burgenlandkreis.