Halle (dpa/sa) - Als Folge der Corona-Pandemie wird die Landesausstellung "Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra - Neue Horizonte" auf Mai oder Anfang Juni 2021 verschoben. "Bei dem zu erwartenden öffentlichen Interesse an der Schau ist gegenwärtig noch nicht absehbar, welche Einschränkungen die notwendigen Sicherheitsbestimmungen für die Besucher erfordern würden", sagte Landesarchäologe Harald Meller am Mittwoch. "Außerdem ist zur Zeit die Verfügbarkeit etlicher Ausstellungsexponate nicht gewährleistet. Dazu zählen insbesondere Leihgaben aus verschiedenen Museen des Vereinigten Königreiches, Italiens und Frankreichs".

Ursprünglich sollte die Schau vom 20. November 2020 bis zum 16. Mai 2021 in Halle gezeigt werden. Ein im Vorjahr vereinbarter Kooperationsvertrag sah vor, die Himmelsscheibe anschließend im British Museum in London auszustellen. Im Gegenzug sollten hochrangige Leihgaben aus London in Halle zu sehen sein. Die Museen in London und Halle verbindet seit langem eine gemeinsame Forschung zur Bronzezeit.

Die mehr als 3600 Jahre alte bronzene Himmelsscheibe von Nebra mit Goldauflagen gehört zu einem Bronzeschatz, den Sondengänger im Sommer 1999 gefunden hatten. 2002 wurden die Artefakte in der Schweiz sichergestellt. Die Himmelsscheibe gilt als weltweit älteste bisher bekannte, konkrete Darstellung astronomischer Phänomene.

Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Landesmuseum für Vorgeschichte