Teutschenthal (dpa/sa) - Knapp vier Wochen nach einer Verpuffung in der Grube Teutschenthal im Saalekreis läuft die Suche nach der Unglücksursache weiter. Die Untersuchungen durch das Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) seien noch nicht abgeschlossen, teilte ein Sprecher des zuständigen Wirtschaftsministeriums in Magdeburg mit. "Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen ist weiter davon auszugehen, dass Wasserstoff zur Entzündung gelangt ist." Warum Wasserstoff an der Stelle im Bergwerk in einer zündfähigen Konzentration aufgetreten sei, sollen die weiteren Untersuchungen des LAGB aufzeigen. Es sei noch nicht abzuschätzen, wann das abschließende Ergebnis vorliegt.

Bei der Verpuffung am Morgen des 8. November in rund 700 Metern Tiefe waren ein 44-Jähriger schwer und ein 24 Jahre alter Mann leicht verletzt worden. Sie wurden unmittelbar nach dem Vorfall von der Grubenwehr geborgen. Zudem mussten mehr als 30 Männer mehrere Stunden unter Tage ausharren, bevor sie die Grube unbeschadet verlassen konnten. Mitglieder der Grubenwehr waren selbst während des Unglücks mit unter Tage.

In die Hohlräume des seit den 1980er Jahren stillgelegten Kali- und Steinsalzbergwerks werden zur Stabilisierung behandelte Abfälle gefüllt. Die Arbeiten laufen schon seit dem 11. November mit Einschränkungen wieder - allerdings nur mit Feststoffen. Ein Dickstoffgemisch darf bis zum Abschluss der Untersuchungen nicht verwendet werden.