Halle (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) geht nicht davon aus, dass das Land in der Corona-Krise nach Ostern wieder zur Normalität zurückkehrt. Die Wahrscheinlichkeit, dass am 19. April ein normales Leben beginnen könne, sei sehr gering, sagte Haseloff dem Radiosender MDR Aktuell am Donnerstag. "Wir sind noch mitten in der Anstiegsphase und deswegen müssen wir jetzt wirklich alle zusammenstehen." Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, die Ausgehbeschränkungen bis zum Sonntag nach Ostern zu verlängern.

Haseloff appellierte auch an das Durchhaltevermögen der Bürger. Er sei dankbar, dass die Menschen in Sachsen-Anhalt und generell auch in Mitteldeutschland verstanden hätten, dass es darum gehe, Solidarität zu üben. Die Entscheidung, Kontaktbeschränkungen zu verlängern, habe man zusammen mit Fachleuten getroffen. Es sei wichtig, darauf zu vertrauen. "Und wir treffen sie auch so, dass wir irgendwann mal eine langfristige Chance haben, ins normale Leben zu kommen."

Interview mit Reiner Haseloff