Dresden (dpa) - In der ostdeutschen Wirtschaft hat sich nach Einschätzung des Ifo-Instituts im Januar die Stimmung wieder abgekühlt. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage sowie die Erwartungen für die nächsten Wochen deutlich schlechter als noch Ende des Jahres, wie die Wirtschaftsforscher am Donnerstag mitteilten. Der Geschäftsklimaindex fiel für die regionale Wirtschaft demnach von 92,4 auf 88,7 Punkte.

Vor allem im ostdeutschen Dienstleistungssektor fiel das Geschäftsklima kräftig: Sowohl Lageeinschätzungen als auch Geschäftserwartungen gingen stark zurück, hieß es. Auch im Einzelhandel sowie im Bauhauptgewerbe brach die Stimmung ein. Lediglich in der Industrie stieg das Geschäftsklima leicht, die Erwartungen für die nächsten sechs Monate hoben sich etwas.

Das Ifo-Geschäftsklima für Ostdeutschland basiert auf etwa 1700 monatlichen Meldungen von Firmen verschiedener Branchen. Sie werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Der Ifo-Index gilt als Frühindikator für die Konjunktur.

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