Halle (dpa/sa) - Das Universitätsklinikum Halle wird in den nächsten Jahren umfangreich umgebaut. Der Standort erhalte bis 2025 für 108 Millionen Euro neue Infrastruktur, teilte die Klinik am Donnerstag anlässlich des ersten Spatenstichs für das Vorhaben mit. Zunächst würden bis 2021 vorbereitende Maßnahmen wie ein Abriss realisiert, danach sollen bis 2025 zwei neue Funktionsgebäude gebaut werden. Diese werden den Angaben zufolge vor allem das Bettenhaus II aus den 1980er-Jahren ersetzen, in dem moderne und komfortable Behandlungs- und Unterbringungsmöglichkeiten fehlen und das nicht sanierungsfähig ist.

Nach Überzeugung von Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) bedeutet das Großprojekt einen "deutlichen Modernisierungsschub." Es sei unerlässlich, nach Zeiten des Sparens wieder kräftig in die Zukunft zu investieren. In den Unikliniken Halle und Magdeburg herrscht ein immenser Investitionsstau, den das Land so schnell wie möglich beseitigen will.

In dem neuen komplexen Krankenhausbau in Halle sollen unter anderem sechs allgemeine Pflegestationen, Radiologie, Dialyse und Kardiologie einziehen. Bereits von 2011 bis 2016 wurde am Standort gebaut. Es entstanden unter anderem zwei Gebäude, in denen auch die Nuklearmedizin und die Strahlentherapie ihren Sitz haben.

Universitätsklinikum Halle