Halle (dpa/sa) - Jeder siebte Sachsen-Anhalter pendelt zur Arbeit in ein anderes Bundesland. Die meisten der rund 151 100 Männer und Frauen fuhren für den Job nach Niedersachsen, gefolgt von Sachsen und Thüringen, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Halle mitteilte. Damit bleibt die Zahl der sogenannten Auspendler hoch.

Im Schnitt arbeiteten 2019 nur 100 Sachsen-Anhalter weniger in einem anderen Bundesland als im Vorjahr. Zudem fuhren doppelt so viele Berufstätige zur Arbeit aus dem Bundesland raus als von außerhalb hinein. Laut Statistik stieg die Zahl der Menschen aus anderen Bundesländern mit Job in Sachsen-Anhalt seit 2018 leicht um 300 auf 76 700.

Das Verhältnis von Aus- und Einpendlern hat sich seit 2010 zwar verringert. Damals fuhren rund 81 000 Sachsen-Anhalter mehr zur Arbeit in die Nachbarländer als umgekehrt, inzwischen sind es nur noch 74 400 mehr. Das liegt aber nicht daran, dass weniger Sachsen-Anhalter die Ländergrenzen überwinden, sondern dass die Zahl der Pendler insgesamt steigt.

So mussten im Jahr 2010 im Schnitt 144 300 Sachsen-Anhalter auf dem Arbeitsweg Ländergrenzen überwinden. Voriges Jahr waren es 6800 mehr. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Beschäftigten, die für den Job nach Sachsen-Anhalt kamen, deutlich stärker um 13 400 auf 76 700.

Statistisches Landesamt zum Auspendlerüberschuss