Burg (dpa/sa) - Der Landrat des Jerichower Landes, Steffen Burchhardt, fordert angesichts einer Reihe von Wolfsangriffen ein härteres Vorgehen gegen einzelne Tiere. "Ich sehe das Land jetzt in der Pflicht zu reagieren. Der Wolf ist kein flächendeckendes Thema, aber Regionen, die so stark betroffen sind wie wir, benötigen dringend Hilfe. Die Zeit des Redens ist vorbei, jetzt muss gehandelt werden", verlangte Burchhardt am Montag in Burg.

Der Wolf solle dort "entnommen" werden, wo er wiederholt Nutztiere reiße und dem Menschen sehr nahe komme. "Die Anzahl der Wolfsangriffe auf Tiere und Herden steigt kontinuierlich, die Menschen sind zunehmend verunsichert. Bereits im August dieses Jahres mussten wir im Jerichower Land mehr Nutztierrisse verzeichnen als im gesamten Jahr 2019", so der Landrat weiter. Am Wochenende seien mehrere Schafe und auch eine trächtige Stute im Raum Möckern Opfer von Wölfen geworden. Die Zäune seien intakt gewesen.

Pressemitteilung Landkreis Jerichower Land