Magdeburg (dpa/sa) - Die Mitgliederzahl der Jüdischen Gemeinden in Sachsen-Anhalt ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Das geht aus einer am Donnerstag vorgelegten Erhebung der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland hervor. Zwischen Januar und Dezember 2018 verringerte sich demnach die Zahl der in Sachsen-Anhalt lebenden Juden um 25 auf 1305. Zwar zogen gut zwei Dutzend neue Gläubige ins Land, die Gemeinden verloren allerdings im gleichen Zeitraum 48 Mitglieder. Die meisten Juden leben im Süden des Landes: Im Raum Halle gab es laut Übersicht 555 Mitglieder, in Magdeburg waren es 450 und rund um Dessau-Roßlau etwa 300.

Bundesweit sank der Zuzug von Juden aus dem Ausland auf den niedrigsten Stand seit dem Zerfall der Sowjetunion. Ende vergangenen Jahres gab es der Übersicht zufolge gut 96 300 jüdische Gemeindemitglieder bundesweit. Das waren fast 1500 weniger als 2017.

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Bundeszentrale für politische Bildung zu jüdischen Kontingentflüchtlingen