Erfurt (dpa) - Die Synode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat für die Jahre 2020/21 erstmals einen Doppelhaushalt beschlossen. Demnach stehen in den nächsten beiden Jahren 412,7 Millionen Euro zur Finanzierung kirchlicher Aufgaben zur Verfügung.

Im kommenden Jahr sind Ausgaben in Höhe von rund 207 Millionen Euro und im darauffolgenden Jahr etwa 205 Euro vorgesehen, wie die EKM am Samstag zum Abschluss ihrer Synode in Erfurt mitteilte. Der diesjährige Haushalt umfasste Ausgaben in Höhe von 204,8 Millionen Euro.

Haupteinnahmequelle für die EKM ist die Kirchensteuer. Für nächstes Jahr erwartet die Landeskirche rund 106 Millionen Euro an Kirchensteuereinnahmen und damit rund 120 000 Euro weniger als in diesem Jahr vorgesehen waren. 2021 wird dann nur noch mit knapp 105 Millionen Euro aus Kirchensteuern gerechnet.

Das Kirchenparlament verabschiedete in Erfurt außerdem einen Beschluss zu Ehen von gleichgeschlechtlichen Paaren. Kirchengemeinden werden darin gebeten, alle vom Staat geschlossenen Ehen gottesdienstlich zu begleiten. Damit könnten die Gemeindekirchenräte und die Pfarrer vor Ort entscheiden, wie künftig mit gleichgeschlechtlichen Paaren umgegangen werde, hieß es. So stehe es ihnen frei, ob sie sich für eine Trauung, eine Segnung oder einen Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung entscheiden.