Blankenburg (dpa/sa) - Nach zehn Jahren im Museumsmagazin zeigt das Kloster Michaelstein bei Blankenburg am Dienstag (15.00 Uhr) erstmals wieder die Musikmaschine des Salomon de Caus (1576-1626). Für den kuriosen Apparat des Universalgelehrten war nach dem zwangsweisen Auszug aus der Musikscheune ein neuer Präsentationsort gebaut worden. Das rund zehn Meter lange und acht Meter breite Instrument besteht aus drei Eichenholz-Wasserrädern, einer Stiftwalze, den Bälgen einer Orgel und einer Nymphe mit Delfin im Wasserbecken. In dem 170 Quadratmeter großen Gebäude wird die Maschine nun als Gesamtkunstwerk in Szene gesetzt - mit Lichtelementen, Texttafeln und einer Medienstation.

Die fantasievolle Musikmaschine war 1998 von Wissenschaftlern der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen nach Plänen von de Caus während eines Forschungsprojekts gebaut worden. 2003 erwarb die Stiftung Kloster Michaelstein das funktionstüchtige Instrument, das bis 2009 Teil der Ausstellung war und dann eingelagert wurde.

Musikausstellung mit Musikmaschine im Kloster Michaelstein