Halle (dpa/sa) - Auf Erkrankungen des Kreislaufsystems und Krebs gehen in Sachsen-Anhalt nach jüngsten Zahlen des Landesstatistikamtes zwei Drittel der Todesfälle zurück. An Krebs starben im Jahr 2018 rund 24 Prozent von insgesamt knapp 33 500 Menschen, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Halle mitteilte. Erkrankungen des Kreislaufsystems seien bei gut 42 Prozent als Todesursache ausgemacht worden.

Mehr als die Hälfte der Menschen sei nach dem erreichten 80. Lebensjahr gestorben. In dieser Altersgruppe habe jedem zweiten Todesfall eine Krankheit des Kreislaufsystems zugrunde gelegen. An Krebs seien 15,4 Prozent der über 80-Jährigen gestorben.

Die häufigste Todesursache bei den Menschen zwischen 20 und 65 Jahren war den Statistikern zufolge Krebs mit 36,2 Prozent. Durch Herz-Kreislauf-Krankheiten bedingte Fälle machten 22,7 Prozent aus. Bei 8,5 Prozent habe es sich um nicht natürliche Todesursachen gehandelt, dazu gehören Unfälle, Suizide und Verbrechen.

Im Jahr 2018 starben den Angaben zufolge 60 Kinder und Jugendliche zwischen dem vollendeten 1. und 20. Lebensjahr. Davon erlagen 9 einem Verkehrsunfall, 17 einer Krebserkrankung. Zudem wurden 49 Todesfälle von Säuglingen registriert. 21 von ihnen verloren ihr Leben aufgrund einer Geburtskomplikation, 15 durch angeborene Fehlbildungen.

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