Berlin (dpa/bb) – Vor dem 27:27-Remis im EHF-Pokal gegen Tatabanya bejubelten die Fans der Füchse Berlin Dainis Kristopans bei dessen Vorstellung lautstark. Während der Partie in der Max-Schmeling-Halle wurde deutlich, dass der Hauptstadtclub den 2,15 Meter großen Rückraumspieler auch dringend gebrauchen kann. "Ich bin richtig enttäuscht, dass wir einen Punkt verloren haben. Aber uns fehlen entscheidende Leute im Angriff. Die Unsicherheit war da", sagte Trainer Velimir Petkovic.

Der Lette Kristopans, im EHF-Pokal nicht spielberechtigt, musste mit ansehen, wie sein neues Team im dritten Spiel innerhalb von acht Tagen müde wirkte. "Der Wille war da. Aber uns hat die Frische gefehlt, wir waren immer einen Schritt zu spät", befand Petkovic. Bis Sonntag muss er sein Team aber fit bekommen. Dann empfangen die Füchse im Ostderby den SC Magdeburg (14.05 Uhr/Sky und mdr). "Hoffentlich wird das eine heiße Stimmung", sagte Kapitän Hans Linberg.

Bis dahin soll der Berliner Rückraum wieder mehr Durchschlagskraft bekommen. Nationalspieler Paul Drux wird wohl nach seiner kurzen Verletzungspause zurückkehren und Kristopans wird sein Debüt geben. Petkovic ist sehr froh über die Verpflichtung des lettischen Hünen. "Was besseres kannst du nicht bekommen. Er ist einer der Besten in Europa", sagte er. Der Linkshänder soll in Abwehr und Angriff eingesetzt werden.

Der Füchse-Trainer warnt aber vor zu hohen Erwartungen. "Er kann nicht alleine gewinnen. Wir wollen das nicht an einem Spieler festmachen", sagte er. Denn bis zum Spiel bleiben nur zwei Tage Zeit, um das neue Team kennenzulernen. "Wir werden uns zwei Stunden vor dem Training treffen und taktische Dinge besprechen. Er kann aber nicht in zwei Tagen unsere ganze Taktik lernen" kündigte Petkovic an.

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