Naumburg (dpa/sa) - Die Corona-Situation im Burgenlandkreis hat sich leicht entspannt, bleibt jedoch kritisch. Der Sieben-Tage-Wert bei den Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner lag nach Angaben der Kommune vom Mittwoch bei 256,65. Am vergangenen Mittwoch war noch eine Inzidenz von 300,82 gemeldet worden. Die Zahlen seien "Ausdruck des Wirkens der Maßnahmen", sagte Landrat Götz Ulrich (CDU) in Naumburg. Er begrüßte den am Mittwoch begonnenen landesweiten Lockdown.

Zuvor war unter anderem eine erweiterte Maskenpflicht im öffentlichen Raum angeordnet worden und im Schlachthof Tönnies hatte es Kontrollen gegeben. Zudem wurde der Wechselunterricht an Schulen eingeführt. Bis Dienstag verzeichnete der Burgenlandkreis landesweit die höchste Inzidenz. Am Mittwochabend gab das Sozialministerium bekannt, dass nun der Landkreis Wittenberg die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hat.

Besonders an einigen Pflegeheimen im Landkreis Burgenlandkreis blieb die Situation angespannt. Daher sei der Einsatz der Bundeswehr notwendig geworden, erklärte der Landrat. Die Kräfte sicherten derzeit die Versorgung mit Essen, Trinken und Desinfektionsmitteln, berichtete der zuständige Hauptmann der Reserve, Marcel Neubauer.

Beim zuletzt problematischen Infektionsgeschehen im Schlachthof Tönnies in Weißenfels zeichnete sich hingegen eine Entspannung ab. Die strengen Quarantäne-Kontrollen und Reihentests hätten Wirkung gezeigt, so Ulrich. Genaue Infektionszahlen wurden nicht genannt. Von einer nächtlichen Ausgangssperre - wie zuletzt im Landkreis Wittenberg angeordnet - soll im Burgenlandkreis vorerst abgesehen werden. Es handle sich um eine "sehr ländliche Region", sagte Ulrich. Daher sei hier eine solche Beschränkung nicht zielführend.

Allgemeinverfügung Nr. 22 Burgenlandkreis vom 8. Dezember