Magdeburg/Berlin (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt hat zuletzt deutlich mehr Geld aus dem Länderfinanzausgleich bekommen. Im Jahr 2018 flossen fast 676 Millionen Euro aus dem Ausgleichstopf in den Landeshaushalt, wie aus vorläufigen Zahlen des Bundesfinanzministeriums vom Montag hervorgeht. Das sind 137 Millionen beziehungsweise 25 Prozent mehr als noch 2017. Der Länderfinanzausgleich soll die "Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse" in den Bundesländern sicherstellen. Da sie sich etwa in ihrer Wirtschaftskraft deutlich unterscheiden, gibt es Länder, die in den Ausgleichstopf einzahlen - und andere Länder, die einen Ausgleich bekommen.

Für das Jahr 2018 weisen die Experten des Bundesfinanzministeriums eine neue Rekordsumme aus: 11,45 Milliarden Euro wurden zwischen reicheren und ärmeren Ländern umverteilt. Bayern zahlte mit 6,67 Milliarden Euro wie in den Vorjahren mehr als die Hälfte der Summe ein. Auch Baden-Württemberg, Hessen und Hamburg sind sogenannte Geberländer. Größter Empfänger des Ausgleichs ist Berlin (4,4 Milliarden Euro). Trotz des großen prozentualen Sprungs ist Sachsen-Anhalt nicht der größte Empfänger unter den ostdeutschen Flächenländern: Sachsen bekam 1,18 Milliarden Euro aus dem Topf.

Neue Zahlen Länderfinanzausgleich

Übersicht über die Ausgleichszahlungen im Länderfinanzausgleich 2017