Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt will den Ausbau von schnellen Glasfasernetzen in den kommenden zwei Jahren mit 50 Millionen Euro fördern. Diese Summe sei in den noch laufenden Haushaltsverhandlungen für 2020/2021 angemeldet, sagte Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) am Dienstag in Magdeburg.

Zuvor hatte die schwarz-rot-grüne Landesregierung die neue Gigabit-Strategie gebilligt. Demnach sollen bis 2025 alle Haushalte mit Glasfaseranschlüssen ausgestattet sein, die Übertragungsraten von einem Gigabit pro Sekunde erlauben.

Schon Ende 2020 sollen alle Haushalte mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde surfen können. Für dieses Ziel stehen in der laufenden Förderperiode laut Willingmann bis zu 350 Millionen Euro zur Verfügung. Damit können sowohl Breitbandanschlüsse mit Kupferleitungen gefördert werden, die keine Gigabit-Raten übertragen können - als auch die leistungsfähigeren Glasfasernetze.

Für eine Voll-Versorgung mit Glasfaser-Leitungen sind laut Willingmann mindestens ebenso hohe Fördersummen nötig. Dafür müsse die finanzielle Unterstützung des Bundes deutlich steigen. Die Verhandlungen dazu liefen derzeit. "Die Signale gibt es, aber wir wissen noch nicht, in welcher Höhe der Bund sich beteiligt."

Aktuell können nach Angaben des SPD-Ministers 5,5 Prozent aller Haushalte im Land auf reine Glasfaserleitungen zugreifen. Bundesweit seien es knapp 8 Prozent. Parallel zum Breitbandnetz will das Land zudem die Funklöcher bei der Abdeckung mit dem LTE-Standard schließen und eine Voll-Versorgung mit der nächsten Funk-Generation 5G durchsetzen.