Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt richtet zum Jahresbeginn 2020 eine Zentrale Anlaufstelle für Opfer und Betroffene von Terrorismus und Großschadensereignissen ein. Zudem soll im Lauf des kommenden Jahres ein ehrenamtlicher Landesbeauftragter für Opferschutz ernannt werden. Das hat das Kabinett am Dienstag in Magdeburg beschlossen, wie die Staatskanzlei mitteilte. Die Zentrale Anlaufstelle soll Hilfe koordinieren und vermitteln. Sie wird den Angaben zufolge beim Zentralen Dienst der Justiz integriert. Ein Pool fachlich versierter Mitarbeiter werde aufgebaut.

Justiz-Staatssekretär Hubert Böning erklärte: "Wir betreten hier Neuland und müssen erst Erfahrungen sammeln, was an Arbeit auf die Anlaufstelle und den Opferbeauftragten zukommt." Zudem gehe es darum, die Landesregierung zu Fragen der Opferunterstützung zu beraten. Ausgangspunkt für die Überlegungen zu einer Zentralen Anlaufstelle waren laut Böning die Erfahrungen des Terroranschlags auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz 2016. Damals habe sich gezeigt, wie wichtig ein zentraler Anlaufpunkt ist, der Hilfe koordiniert.

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