Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt zahlt nach Angaben des Wirtschaftsministeriums derzeit rund 1400 Corona-Soforthilfen pro Tag aus. Vor zwei Wochen waren es im Schnitt noch 800 pro Tag. Vier Wochen nach dem Start des Hilfsprogramms wurden bisher 15 100 von mehr als 41 000 Anträgen bewilligt, wie das Wirtschaftsministerium am Freitag weiter mitteilte. Das ist etwas mehr als jeder Dritte. Fast 130 Millionen Euro wurden ausgezahlt. Ein Großteil der Zuschüsse ging an Soloselbstständige und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten.

Obwohl die landeseigene Investitionsbank (IB) das Personal zur Bearbeitung der Corona-Soforthilfen immer weiter aufgestockt hat, wird es laut Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) noch etwa drei Wochen dauern, ehe alle Anträge abgearbeitet sind. Wer seinen Antrag korrekt gestellt habe, werde das Geld auch bekommen, versicherte er. "Wir wissen, dass viele Unternehmen und Soloselbstständige auf die Hilfe warten, viele auch darauf dringend angewiesen sind."

Zuletzt hatte es mehrfach Kritik an der Bearbeitungszeit der Anträge gegeben. Die stellvertretende FDP-Landeschefin Lydia Hüskens forderte etwa, weiteres Personal aus der Landesverwaltung hinzuzuziehen, um noch mehr Anträge pro Tag bewilligen zu können. Sachsen-Anhalt verstärkte das 200-köpfige IB-Team laut Mitteilung bereits mit 40 Beschäftigten aus dem Wirtschafts- und dem Umweltministerium.

Seit 30. März können in Sachsen-Anhalt Soloselbstständige, Freiberufler, Landwirte und Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten Zuschüsse als Soforthilfe beantragen, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Mit den Hilfen von bis zu 25 000 Euro sollen die negativen Folgen der Corona-Pandemie abgemildert werden.