Magdeburg (dpa/sa) - Blinde und gehörlose Menschen sollen künftig mehr Unterstützung vom Staat bekommen. Die Koalition aus CDU, SPD und Grünen plant, das Blindengeld von derzeit 320 Euro auf 360 Euro pro Monat anzuheben. Das Gehörlosengeld soll von 41 auf 52 Euro steigen. Der Gesetzentwurf wurde am Mittwoch zum ersten Mal im Landtag besprochen und wird nun in den Ausschüssen beraten.

Um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, entstünden Blinden und Gehörlosen oft zusätzliche Kosten, sagte SPD-Sozialexpertin Verena Späthe. Bei Behördengängen etwa seien häufig Dolmetscher nötig. Das Blinden- und Gehörlosengeld gleiche diese Mehrausgaben zumindest teilweise aus. Künftig sollen die Beträge jährlich angepasst werden und sich dabei an der Entwicklung der Renten orientieren.

Verbände hatten seit langem auf eine Erhöhung der Beträge gedrängt. Das Blindengeld war zuletzt 2013 deutlich gekürzt worden. Mit der jetzt geplanten Erhöhung läge die Summe zehn Euro höher als vor der Kürzung.