Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Aufarbeitungsbeauftragte Birgit Neumann-Becker hat Zahl und Namen der sachsen-anhaltischen Opfer des DDR-Grenzregimes zusammentragen lassen. Mehr als 110 Todesopfer könnten konkret benannt werden, erklärte Neumann-Becker in Magdeburg. Sie kamen an der 340 Kilometer langen innerdeutschen Grenze im heutigen Sachsen-Anhalt ums Leben oder starben als Bürger der Region an anderen Grenzabschnitten. Ein zentrales Denkmal für die Menschen fehle im Land bislang. In Tschechien und der Slowakei etwa erinnerten unübersehbar große Denkmäler an die Todesopfer an der Grenze. "Die sind da denkmalmäßig aussagekräftiger als wir."