1. Startseite
  2. >
  3. Sachsen-Anhalt
  4. >
  5. Letzte A14-Klage in Sachsen-Anhalt abgewendet

Letzte A14-Klage in Sachsen-Anhalt abgewendet

Sachsen-Anhalt ist beim Bau der A14-Nordverlängerung weit hinter den ursprünglichen Plänen und den anderen Ländern zurück. Jetzt ist aber eine wichtige Hürde genommen für das Großprojekt Richtung Ostsee.

11.09.2019, 10:42

Seehausen/Magdeburg (dpa) - Das juristische Tauziehen um die A14-Nordverlängerung in Sachsen-Anhalt scheint ein Ende zu finden. Nach dem BUND und der Verbandsgemeinde Seehausen will nun auch die Hansestadt Seehausen (Sachsen-Anhalt) ihre Klage gegen das Bauprojekt von Magdeburg Richtung Ostsee zurücknehmen. Der Stadtrat habe am Dienstagabend einer Vereinbarung zwischen Stadt und dem Land Sachsen-Anhalt zugestimmt, sagte Bürgermeister Detlef Neumann am Mittwoch. Das Verkehrsministerium in Magdeburg begrüßte die Entscheidung. Es ging mit der Elbquerung um einen besonders sensiblen Naturraum.

Die Hansestadt Seehausen habe ihre Forderung nach mehr Lärmschutz durchgesetzt und Verbesserungen im ländlichen Wegebau erreicht, sagte Neumann. Es werde teils neue Wege für die Landwirte und ihre Maschinen geben, bisherige würden besser ausgebaut. Die Verbandsgemeinde Seehausen hatte zuvor ähnliche Verbesserungen erreicht. Anfang August hatten sich der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und das Land Sachsen-Anhalt auf einen Kompromiss geeinigt. Dazu gehören zusätzliche Flächen für den Arten- und Habitatschutz, Trassenbegrünungen und Lärmschutzbauten. Auch das Land Brandenburg hatte sich mit dem BUND geeinigt.

Die Nordverlängerung der Autobahn 14 umfasst 155 Kilometer zwischen den Anschlussstellen Dahlenwarsleben und Schwerin. Baustart war 2011. Während die 26 Kilometer in Mecklenburg-Vorpommern und ein Großteil der 32 Kilometer im Land Brandenburg bereits fertig sind, rollt in Sachsen-Anhalt seit 2014 bisher nur auf 5 von 97 Kilometern der Verkehr. Unter anderem juristische Tauziehen führten zu Verzögerungen.

Ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Magdeburg betonte, dass nun noch eine Reihe Formalien folgten, um auch den Vergleich mit der Hansestadt Seehausen rechtskräftig werden zu lassen. Vermutlich dauere es noch mehrere Wochen bis man sagen könne, dass die Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht tatsächlich zurückgenommen sei.

Infos zur A14-Nordverlängerung Magdeburg-Wittenberge-Schwerin