Magdeburg (dpa/sa) - Die Stadt Magdeburg richtet derzeit eine Notbetreuung für Kinder von Eltern aus "systemrelevanten" Berufsgruppen ein. Dazu zählt medizinisches Personal, Pflege- und Rettungskräfte sowie Mitarbeitende von Polizei und Feuerwehr, wie aus einer Mitteilung der Stadt hervorgeht. Hintergrund sind landesweite Schul- und Kitaschließungen, die am Freitag verkündet wurden und ab Montag gelten sollen.

Auch Apotheken, Energieunternehmen und die Verkehrsbetriebe müssten arbeitsfähig bleiben, heißt es von Seiten der Stadt Magdeburg. "Für Eltern aus anderen Bereichen gilt: Die Prävention einer Pandemie hat Vorrang vor dem Anspruch auf eine Kindertagesbetreuung oder Schulpflicht." Dies bedeute, dass kein zentraler Ersatz für geschlossene Schulen und Kitas organisiert werden müsse.

Amtsarzt Eike Hennig sagte: "Die gesundheitliche Lage in Magdeburg ist stabil, es gibt keine Grund für Unruhe." Aktuell seien in der Stadt zehn Fälle bestätigt. Es gehe darum, die Infektionszahlen in die Länge zu ziehen, damit möglichst wenig Intensivpatienten gleichzeitig zu behandeln sind.

In Magdeburg entstehe derzeit eine neue Fieberambulanz, in der begründete Verdachtsfälle untersucht werden könnten. Dort sollen laut Hennig drei Ärzte und Schwestern arbeiten. In allen städtischen Einrichtungen würden keine Veranstaltungen mehr stattfinden. Museen und Schwimmbäder gehörten dazu.