Magdeburg (dpa/sa) - Nach dem Feuer im Krefelder Affenhaus in der Silvesternacht hat Magdeburgs Zoochef Kai Perret angeregt, Bannmeilen für Feuerwerk einzurichten. Er sei nicht für generelle Verbote, sagte Perret der "Magdeburger Volksstimme" (Freitag). "Aber über speziell ausgewiesene Bereiche, die geschützt werden müssen, sollte gesprochen werden." In Krefeld in Nordrhein-Westfalen war in der Silvesternacht das Affenhaus abgebrannt. Mehr als 30 Tiere starben, darunter mehrere Menschenaffen. Den Ermittlern zufolge löste ein an einem Ballon schwebendes Teelicht, eine sogenannte Himmelslaterne, den Brand aus. Drei Frauen meldeten sich als mutmaßliche Verursacherinnen. Am Freitag öffnete der Krefelder Zoo erstmals nach dem Feuer wieder.

Der Magdeburger Zoochef hatte schon kurz vor dem Jahreswechsel per Facebook dafür geworben, nicht in der Nähe des Tierparks zu böllern und zu knallen. Ähnliche Notfälle wie in Krefeld habe es in der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt bisher nicht gegeben. Allerdings seien auch die Gegebenheiten andere, sagte Perret.

Während es in Krefeld keine Außenanlagen gab, auf die sich die Tiere hätten flüchten können, verfügt Magdeburg über diese Möglichkeit im Notfall. Der diesjährige Jahreswechsel im Zoo lief ruhig, das Team verzichtete darauf, für die Zeit des Feuerwerks auf dem Gelände Wache zu halten. "Wir hatten bisher noch nie Probleme, dass unsere Tiere derart verschreckt oder panisch reagiert haben", sagte Perret.

Bericht der Magdeburger Volksstimme