Magdeburg (dpa/sa) - Mehr als 2700 Langzeitarbeitslose haben an einem Förderprogramm des Landes teilgenommen. Das Ende 2017 gestartete Programm "Stabilisierung und Teilhabe am Arbeitsleben" biete inzwischen 2070 Beschäftigungsplätze, wie das Arbeitsministerium in Magdeburg auf Anfrage mitteilte. "Unser Landesprogramm soll Menschen erreichen, die von klassischen Arbeitsmarktprogrammen nicht erfasst werden", sagte Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe um Menschen, die aktiviert und zunächst an einen strukturierten Tagesablauf gewöhnt werden müssten.

Die Teilnehmer arbeiten zum Beispiel bei der Magdeburger Tafel oder führen Besucher durchs Technikmuseum Hugo Junkers in Dessau. "Manche Teilnehmer sind schon nach ein paar Monaten aus dem Programm wieder rausgegangen, weil der Arbeitsmarkt das hergegeben hat", sagte Grimm-Benne. Sie hätten eine Beschäftigung gefunden oder konnten in andere Programme der Agenturen und Jobcenter aufgenommen werden.

2018 hätten es 28 Teilnehmer wieder in den ersten Arbeitsmarkt geschafft. Auch wenn die Zahl angesichts mehrerer Tausend Teilnehmer gering anmutet, zeigte sich die Arbeitsministerin zufrieden. "Es zeigt, dass unser Programm funktioniert. Es führt zu einer wirklich guten Vermittlung."

Weitere Unterstützung für Langzeitarbeitslose erhofft sich Grimm-Benne von einem Gesetzespaket des Bundes zum sozialen Arbeitsmarkt, das im Januar startet. Das Teilhabechancengesetz könne die Anstrengungen im Land ergänzen und weiterführen.